Sonntag, 25. April 2010

Verehrte Statuen



Da holt einer Holz aus dem Wald, / der Schnitzer macht daraus eine Figur. Man schmückt sie mit Silber und Gold, / befestigt sie mit Hammer und Nagel, / damit der Gott nicht wackeln kann. Wie Vogelscheuchen im Gurkenfeld / stehen sie und reden nicht. / Man muss sie tragen, sie können nicht gehen. / Habt keine Angst vor ihnen! / Sie können euch nichts Böses tun, / und Gutes noch viel weniger.

Sie alle sind dumm und ohne Verstand, / denn ihre Nichtse lehren sie nichts, / sie sind ja nur aus Holz, die Werke von Goldschmied und Schnitzer. Aus Tarschisch stammt ihr Silberblech, / ihr Goldbelag aus Ufas. Künstler schufen ihre Gewänder / in Purpurblau und -rot.

Dumm steht da der Mensch mit seinem Können, / jeder Goldschmied mit dem Götzenbild. / Denn diese Bilder sind Betrug, sie haben kein Leben. Sie sind Nichtse, Figuren zum Spott. / Wenn er mit ihnen abrechnet, sind sie verloren.


Jeremia 10,3 – 5; 8 – 9; 14 – 15 NeÜ

Donnerstag, 1. April 2010

Zu Ostern

Samstag, 27. März 2010

Palmsonntag

Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, kurz vor Betfage am Ölberg, schickte Jesus zwei Jünger voraus. "Geht in das Dorf", sagte er, "das ihr dort vor euch seht! Gleich, wenn ihr hineingeht, werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie her. Sollte jemand etwas zu euch sagen, dann antwortet einfach: 'Der Herr braucht sie und wird sie nachher gleich wieder zurückbringen lassen.'" Das geschah, weil sich erfüllen sollte, was der Prophet gesagt hat:

"Sagt der Tochter Zion: Dein König kommt zu dir. / Er ist sanftmütig und reitet auf einem Esel, / und zwar auf dem Fohlen, / dem Jungen des Lasttiers."


Die beiden machten sich auf den Weg und führten alles so aus, wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen. Dann legten sie ihre Umhänge über die Tiere, und er setzte sich auf das Fohlen. Sehr viele Menschen breiteten jetzt ihre Umhänge auf dem Weg aus, andere hieben Zweige von den Bäumen ab und legten sie auf den Weg. Die Leute, die vorausliefen, und auch die, die Jesus folgten, riefen: "Hosianna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Hosianna, Gott in der Höhe!" Als Jesus in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Aufregung, und alle fragten: "Wer ist dieser Mann?" Die Menge, die Jesus begleitete, antwortete: "Das ist der Prophet Jesus aus Nazaret in Galiläa."


Matthäus 21,1-11 NeÜ

Sonntag, 7. März 2010

Wie kann man Gottes Willen erkennen?

Eine kurze und bündige Antwort auf diese Frage fand ich vor einigen Tagen in dem Buchkalender „Leben als Christ 2010“ und da diese Antwort auch meiner eigenen Erfahrung entspricht, möchte ich sie hier auszugsweise zitieren:

Nun hat Gott die verschiedensten Möglichkeiten, wie er uns führen kann. Aber eine Voraussetzung müssen wir auch selbst schaffen: Wir brauchen in unserem Leben ein grundsätzliches „Ja“ zu Gottes Willen. Und zwar gerade da, wo die kleinen Fragen unseres täglichen Lebensalltags betroffen sind. Wir können nicht erwarten, dass Gott uns bei großen und schwierigen Entscheidungen seinen Willen zeigt, wenn der generelle Wunsch fehlt, Gottes Willen zu tun. Wem der Wille Gottes wichtig ist, der fragt immer wieder: Worüber freut Gott sich? Was gefällt ihm? Wozu wird er seinen Segen geben? Manchmal helfen schon diese einfachen Fragen, eine Antwort auch für besondere Situationen zu finden. Allerdings nicht immer. Aber wenn Gott feststellt, dass wir ihn lieben und ihm gehorchen wollen, hat er vielfältige Möglichkeiten, uns auch seinen besonderen Willen zu zeigen. – Arnd Bretschneider

Sonntag, 28. Februar 2010

Tote Religiosität

‚Warum fasten wir, und du siehst es nicht? Warum demütigen wir uns, und du merkst es nicht einmal?' - Seht doch, was ihr an euren Fastentagen tut! Ihr geht euren Geschäften nach und beutet eure Arbeiter aus. Ihr fastet zwar, aber gleichzeitig zankt und streitet ihr euch und schlagt gleich mit gottloser Faust zu. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. Soll das vielleicht ein Fasttag sein, der mir gefällt, der Tag, an dem ein Mensch sich wirklich beugt, dass er den Kopf wie eine Binse hängen lässt, sich den Trauersack anzieht und sich in die Asche setzt? Nennst du das ein Fasten, soll das ein Tag sein, der Jahwe gut gefällt?

Nein, ein Fasten, das mir gefällt, ist so: Löst die Fesseln der Ungerechtigkeit, knotet die Jochstricke auf, gebt Misshandelten die Freiheit, schafft jede Art von Unterdrückung ab! Ladet Hungernde an euren Tisch, nehmt Obdachlose bei euch auf! Wenn du jemand halbnackt und zerlumpt herumlaufen siehst, dann gib ihm etwas anzuziehen! Hilf dem in deinem Volk, der deine Hilfe braucht! Dann strahlt dein Licht wie die Morgenröte auf, und deine Wunden heilen schnell. Dann zieht die Gerechtigkeit vor dir her, und die Herrlichkeit Jahwes wird deine Nachhut sein. Wenn du dann zu Jahwe rufst, wird er dir Antwort geben; wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: ‚Ja, hier bin ich!' Wenn du aufhörst, andere zu unterdrücken, nicht verächtlich mit dem Finger zeigst und niemand mehr verleumdest, wenn du Hungernden das gibst, wonach du selbst Verlangen hast, und so einen Darbenden satt machst, dann strahlt dein Licht in der Finsternis auf, die Nacht um dich wird wie der helle Tag, dann wird Jahwe dich immer führen - auch im dürren Land macht er dich satt, gibt dir die nötige Kraft -, dann wirst du wie ein Garten sein, der immer genug Wasser hat, und wie eine Quelle, die niemals versiegt. – Jesaja 58, 3-11 NeÜ

Einmal mehr wird hier deutlich, wie sehr Gott inhaltsleere religiöse Rituale verabscheut. Diese Passage war Teil unserer gestrigen Bibelarbeit, und heute morgen vor dem Frühstück lasen wir in unserem „Leben ist mehr“-Kalenderbuch den folgenden Text, der sich mit dem lieblosen Herunterleiern von Gebeten beschäftigt:

»Unser Vater, der du bist im Himmel«, murmelt Herr Quengelmann, während er schaut, wer alles da ist. Sein Blick wandert über die Trauergemeinde, bleibt am Hut von Schulfreundin Berta hängen, mustert dann die Handtasche von Schwägerin Emilie und verfängt sich schließlich im Geäst einer Linde, wo ein Wildtaubenpärchen ihn daran erinnert, dass abends beim Rassetauben-Züchterverein noch etwas geboten wird. »Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden«, betet er weiter, während er überlegt, was er wohl anziehen wird. »Und führe uns nicht in Versuchung«, - er schaut verstohlen auf seine Uhr - »sondern erlöse uns von dem Bösen«. Ja, das Böse. Seufzend denkt er an seinen unausstehlichen Nachbarn. »... und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen«, sagt er mit besonderem Nachdruck, froh, dass es gleich was zu Trinken gibt.

»Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden«, hatte der Herr Jesus Christus seine Jünger gelehrt, bevor er ihnen das, was man »Vaterunser« nennt, aufsagte. Es war nicht als liturgische Litanei gedacht, sondern sollte ein Mustergebet, so etwas wie eine Prioritätenliste, sein. So sollen zum Beispiel Anbetung und Ehrfurcht vor Gott Vorrang vor unseren persönlichen Anliegen haben. - Ob Herrn Quengelmann bewusst ist, was er da routinemäßig abspult? »Vater«, so nennt er Gott. Die Bibel sagt uns, dass wir erst durch eine geistliche Neugeburt, nämlich durch den Glauben an den Erlöser Jesus Christus, zu Kindern Gottes werden. Dann erst sind wir wahre, Gott wohlgefällige Anbeter. Überlassen wir das Schlusswort Martin Luther: »Das Vaterunser ist der größte Märtyrer, weil es so viel gedankenlos gebetet wird.« - Johann Fay

Leider erlebt man in vielen Kirchen genau das – man hält an Traditionen fest, deren Sinn einem entfallen ist, und statt gläubig zu sein ist man religiös. Im schlimmsten Fall bildet man sich ein, damit Gott zu gefallen oder sich gar das Heil „erarbeiten“ zu können, nach dem Motto „wenn ich getauft bin und immer schön mitmache, kann mir nichts passieren“. Natürlich sind auch gute Werke, wie sie in dem Jesaja-Text aufgeführt sind, nicht dazu geeignet, uns näher an den Himmel zu bringen. Sie sollten vielmehr selbstverständlich für gläubige Christen sein, während religiöse „Übungen“ ohne Inhalt letztlich eine Beleidigung Gottes sind.

Freitag, 12. Februar 2010

Die Kinderfrage

Das Thema ist mir eingefallen, weil ich in dem Blog einer christlichen Frau gelesen habe, welche Probleme sie damit hat, dass ihr 40. Geburtstag bald ansteht. Diese Frau ist verheiratet, hat vier lebende Kinder und hatte einige Fehlgeburten. Sie hätte gerne noch mehr Kinder gehabt, aber ab Ende 30 sind Frauen eben im allgemeinen nicht mehr so fruchtbar und sie ist außerdem gesundheitlich angeschlagen.

Ich selbst werde 44 in diesem Jahr, bin nach wie vor kinderlos und werde – ebenfalls auch aus gesundheitlichen Gründen – ganz sicher keine Kinder mehr bekommen. Dabei war es früher so, dass ich immer gern „einen Stall voller Kinder“ gehabt hätte. Ich hatte immer vorgehabt, zu heiraten und viele Kinder zu bekommen, und dachte lange Zeit, dass ich furchtbar einsam und unglücklich sterben würde, wenn ich dieses Ziel nicht erreiche. Als ich Ende 20 war (nach wie vor ohne Mann in Sicht und ohne Kinder) kam etwas dazwischen – meine Bekehrung. Irgendwann in den nächsten paar Jahren fiel mir auf, dass mein Kinderwunsch unmerklich verschwunden war! Ich wünschte mir zwar nach wie vor einen Ehemann – und zwar unbedingt einen christlichen (den habe ich dann später auch bekommen), denn der Grund für diesen Wunsch war weniger die Ehe selbst, sondern, eine christliche „Familie“ zu haben (was auf meine Herkunftsfamilie so nicht zutraf, trotz der gelebten "christentümlichen" Traditionen). Ich wollte eben nicht bloß in der Gemeinde Christen um mich haben, sondern auch zu Hause. Aber der Kinderwunsch war komplett weg, und das trotz der großen Kinderschar, die mir jeden Sonntag in der Gemeinde über den Weg lief.

Dass Gott meinen Kinderwunsch so radikal beseitigt hat, finde ich schon bemerkenswert, da die meisten christlichen und auch nicht-christlichen Ehepaare – selbst die meisten, die relativ spät heiraten – sich doch noch Kinder wünschen, was eigentlich auch normal ist. Aber ich denke, Gott hat mich für etwas anderes bestimmt – nämlich für die ehrenamtliche Arbeit, die ich mache, und für die „Fürsorge aus der Ferne“ für unsere armenischen Patenkinder. Und letztlich dienen wir als Christen alle Gott – ob wir als Eltern Kinder großziehen oder ob Er uns für etwas anderes gebraucht. Wichtig ist nur, dass wir das tun, was Er von uns möchte, und nicht irgendetwas erzwingen wollen!

Sonntag, 31. Januar 2010

Freitag, 15. Januar 2010

Autistische Kinder bald obdachlos?


Wer Hilflosen hilft, ehrt den, der sie geschaffen hat. - Sprüche 14,31

Die Familie Hovhannisian in Armenien hat drei Kinder, von denen zwei autistisch sind. Sie leben zur Zeit mit dem Bruder der Frau und dessen Frau und zwei Kindern in einem einzigen Zimmer. Aber auch dieses werden sie nun wohl verlieren, da die Familie durch die Wirtschaftskrise hoch verschuldet ist und die Wohnung verkauft werden soll. Es wäre super, wenn der eine oder die andere sich entschließen könnte, zu helfen. Diaconia ist übrigens eine seriöse christliche Organisation. Ich hatte im Frühjahr des letzten Jahres die Möglichkeit, mir ihre Arbeit vor Ort in Armenien anzusehen und konnte mich selbst davon überzeugen, dass die Spendengelder ankommen.

Genauere Informationen über das Schicksal der Familie Hovhannisian findet man im Diaconia-Report. Wer für die Familie spenden möchte, findet hier die Kontodaten – als Verwendungszweck bitte „Projekt 1452 – Hoffnung für Hasmik“ angeben. Vielen Dank!

Samstag, 2. Januar 2010

Zum neuen Jahr

Alles nun, was ihr wollt, das euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! - Matthäus 7,12

Was wäre, wenn sich alle Menschen auf dieser Welt daran halten würden?

Samstag, 19. Dezember 2009