Die Malediven werden von vielen Menschen als eine Art Paradies gesehen, wo man einen Traumurlaub an Traumstränden verbringen kann. Beliebt sind die Malediven unter anderem für Hochzeitsreisen. Die wenigsten Menschen, die dort ihren Urlaub verbringen oder dies gerne täten, haben jedoch eine Ahnung von der Schattenseite dieses vermeintlichen Paradieses. Wer weiß schon, dass die Inselgruppe zu den schlimmsten Christenverfolgerstaaten der Erde gehört, noch vor Ländern wie dem Jemen und China?
Die Organisation Open Doors hat die Malediven für 2009 auf Rang 6 ihres Verfolgungsindex eingestuft und beschreibt die Lage dort wie folgt:
Staatsreligion ist der Islam. Es gilt die Scharia, das islamische Recht, die den Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion verbietet. Alle Gesetze und Bestimmungen (bürgerliches Recht) sind der Scharia untergeordnet. Ein Konvertit aus dem Islam zum Christentum könnte demnach mit seinem Religionswechsel sein Bürgerrecht verlieren. Es ist verboten, eine andere Religion als den Islam zu praktizieren, der als wichtiges Instrument für die nationale Einheit gilt. Christen ist es somit unmöglich, eine Kirche zu eröffnen oder eine Gemeinde zu gründen. Ausländer dürfen ihre Religion im privaten Kreis praktizieren, allerdings ist es ihnen verboten, dazu Einheimische einzuladen. Die Bibel und andere christliche Literatur dürfen nicht eingeführt werden, abgesehen von einem Exemplar für den Eigenbedarf für Ausländer. Auf den Malediven gibt es nur sehr wenige einheimische Christen. Sie leben ihren Glauben im Geheimen in kleinen Hausgemeinden aus Angst vor Verhaftungen oder dem Verlust ihres Bürgerrechtes.
Nicht, dass man mich jetzt falsch versteht – ich rufe keineswegs zu einem Boykott oder ähnlichem auf! Jeder sollte selbst entscheiden, wie er zu diesen Dingen steht. Aber ich finde es wichtig – auch und gerade für potentielle Urlauber – dass sie sich dieser Tatsachen bewusst sind!
1 Kommentar:
Hätte nicht gedacht, dass der Islam dort als Staatsreligion gilt. Toller Beitrag.
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